7 Tricks, wie Sie mit Ihrer IT Energie sparen können

Beim Kauf eines neuen Kühlschranks achten Sie selbstverständlich auf die Energieklassifizierung A+++. Bei Kauf einer Waschmaschine wahrscheinlich auch. Aber wie sieht es aus, wenn Sie neue PCs, Server oder andere Office-Geräten anschaffen wollen? Mit einigen Tricks und neuesten Geräten lässt sich sehr viel Energie einsparen. Sie schonen so Umwelt und Betriebskosten.

1. Hardware bedarfsgerecht dimensionieren

Überdimensionierte Computer verschwenden Strom. Beim Einkauf sollten Sie daher zuerst ermitteln, welche Leistung Sie für den Arbeitsplatz wirklich benötigen. So reichen beispielsweise für die Nutzung von Office- und Mail-Programmen PCs mit i5 CPUs vollkommen aus. Und anstatt zwei 24“ Monitore am Arbeitsplatz zu installieren, ist ein 34“ Display in den meisten Fällen völlig ausreichend, stromsparender und ergonomischer zugleich.
Haben Sie schon mal über Thin Clients nachgedacht? Diese Arbeitsplätze sind nur mit Monitor, Tastatur, Maus und Kopfhörern ausgestattet. Auf die Software wird per Remote-Desktop über einen Server zugegriffen. Thin Clients haben einen sehr geringer Energieverbrauch.

2. Prozessoren modernisieren

Prozessoren machen den größten Anteil des Energieverbrauchs eines Computersystems aus. Je nach Rechner beträgt ihr Anteil zwischen 25% bis 50% des Gesamtsystems. Denn für ihre elektrische Schaltung benötigen die Prozessoren viel Energie. Ein Großteil dieser Energie wird jedoch in Wärme umgewandelt und an die Umgebung abgegeben. Moderne Server-Prozessoren haben eine niedrigere Energieaufnahme und geben zudem weniger Wärme nach außen ab. Das bedeutet: Der Rechner muss nicht so stark gekühlt werden. Und Kühlung ist bekanntlich ein Stromfresser. Modernisieren Sie also regelmäßig ihre zentrale Verarbeitungseinheit.

3. Grafikkarte richtig dimensionieren

Was für die Hardware im Allgemeinen gilt, gilt für die Grafikkarten im Besonderen. Ein Office-PC braucht keine Grafikkarte, mit der Sie „League of Legends“ spielen können. Leistungsstarke Grafikkarten benötigen erheblich mehr Strom als ihre kleinen Geschwister.

4. Serverstruktur abspecken

Virtualisieren Sie Ihre Server im Unternehmen. Übertragen Sie mehrere einzelne Server auf einen einzigen leistungsstarken. Anschließend können Sie die alten Server abschalten, da der neue ihre Funktionen virtuell übernimmt. Der Energieverbrauch lässt sich – je nach Serverstruktur – um bis zu 50 % reduzieren.

5. Multifunktionsgeräte anschaffen

Multifunktionsgeräte, die Scannen und Drucken vereinen, verbrauchen in der Regel weniger Energie als zwei einzelne Geräte. Daher ist es aus energetischen Gründen sinnvoller, ein Multifunktionsgerät zu kaufen. Allerdings gilt dies nur, wenn alle Geräte immer am Netz sind. Führen Sie daher vorher eine Bedarfs- und Nutzungsanalyse durch.

6. Netzwerke nutzen

Nutzen Sie Netzwerke und zentralisieren Sie so Ihre Geräte. Die wenigsten Mitarbeiter benötigen einen eigenen Drucker oder einen eigenen Scanner. Über das Netzwerk kann er leicht bei Bedarf auf den Drucker zurückgreifen.

7. IT-Prozesse automatisieren

Viele Prozesse lassen sich automatisieren wie beispielsweise Back-ups. Legen Sie diese Aufgaben auf Zeiten mit freien Kapazitäten. Ideal sind Zeiten, in denen zwar die Computer laufen, aber nicht voll belastet sind. Dies spart Energie, da die Computer gleichmäßiger und weniger belastet werden.

 

Fazit: Aus einem Guss

Veraltete Hardware, überdimensionierte Anlagen und gewachsener Wildwuchs führen zu einem hohen Stromverbrauch in der IT. Dies passiert meist unbewusst und setzt schleichend ein. Eine in sich stimmige und energieeffiziente IT-Struktur bleibt so auf der Strecke. Energieeffizienz und IT-Konzeption gehören zusammen wie Wind und Kraft. Deswegen empfiehlt es sich, Hardware, Software und Cloud zusammenzudenken, sprich: ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln. Das spart Energie und so auf lange Sicht Geld und Ressourcen.
Als Systemhaus beraten wir Sie gerne, wie Sie Ihre IT energieeffizienter machen können. Sprechen Sie uns an.

Lutz Brocker
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